Bernd Bönte, Geschäftsführer der Klitschko Management Group (KMG), kann den ersten Faustschlag auf Schalke am 20. Juni kaum noch abwarten. "60.000 Zuschauer bei einem Boxkampf in einem Fußballstadion werden alles bisher Dagewesene in diesem Sport überflügeln", erklärt Bönte.
"Das Duell Wladimir Klitschko gegen Ruslan Chagaev allein verheißt schon ein unglaubliches Event - und dass das Ganze dann auch noch auf Schalke stattfinden wird, ist natürlich das i-Tüpfelchen." Die KMG hatte für den Fight verschiedene Angebote aus dem In- und Ausland, letztlich fiel die Entscheidung aber auf den Austragungsort Gelsenkirchen. "Die VELTINS-Arena ist eines der schönsten und modernsten Stadien Europas, eine gigantische Arena", schwärmt Bönte. "Sie ist ein würdiger Austragungsort für den derzeit bestmöglichen Kampf im Schwergewicht."
Der langjährige Sportjournalist, der seit dem Jahr 2001 als Manager der Klitschko-Brüder fungiert, erinnert an einen Fight aus der Vergangenheit, der ebenfalls in einem Fußballstadion stattfand. "1996 war ich live dabei, als Graciano Rocchigiani gegen Dariusz Michalczewski am Hamburger Millerntor geboxt hat. Damals waren 20.000 Zuschauer da und die Stimmung war schon gigantisch. Ich möchte gar nicht wissen, was uns nun auf Schalke erwarten wird - vor mehr als dreimal soviel Besuchern."
Die Rekordbesucherzahl für einen Boxkampf in einem Fußballstadion liegt bei 40.000 Zuschauern. Am 8. Oktober 1958 bezwang der legendäre Bubi Scholz im Berliner Olympiastadion den belgischen Europameister Charles Humez. "Diese Besucherzahl werden wir noch einmal überbieten", prophezeit Bönte, denn "dieses Event wird sich niemand entgehen lassen wollen."
Dass das Interesse an dem Fight zwischen Wladimir Klitschko gegen Ruslan Chagaev bereits zwei Monate vor dem ersten Läuten der Ringglocke die Menschen in aller Welt beschäftigt, zeige das große Medieninteresse. "Der Kampf wird in über 100 Ländern live zu sehen sein. Und bereits jetzt hat Wladimir zahlreiche Einladungen von TV-Shows aus der ganzen Welt bekommen, in denen er über den Kampf sprechen soll."